Fitness-Trends: Mehr als Nordic Walking
Von einem Wellness-Urlaub erwarten wir, dass er Entspannung und Wohlbefinden, aber auch Verbesserung der Fitness auf lustvolle Art unter einen Hut bringt. Die vielfältigen Wellness-Programme der SPAs, Kur-, Fitness- und Wellnesshotels haben ihren Schwerpunkt oft im Bereich Beauty, Körperpflege, Diät und Massage, aber auch in Sachen Bewegung und Fitness wird den Gästen immer mehr geboten – von sanft bis ziemlich anstrengend. Immer neue Bewegungstrainings werden eingeführt, denn Wellness-Interessierte lernen gerne etwas Neues: Nordic Walking, Yoga und TaiChi sind noch lange nicht das Ende der Fahnenstange!
Heute stellen wir mal ein paar weniger bekannte Trainingsformen vor:
Aqua-Fitness ist der Oberbegriff für verschiedene Bewegungsübungen im Wasser, z.B. Aqua-Aerobic, Aqua-Jogging, Stretching und Wassergymnastik. Das Training im Wasser ermöglicht ein schonendes, aber dennoch sehr effektives Ganzkörpertraining, das sich für alle Altersgruppen eignet. Aqua-Fitness ist sowohl Ausdauerschulung als auch Entspannungstraining, es kräftigt alle Muskelpartien und ist ein optimales Herz-Kreislauf-Training, bei dem die Gelenke geschont werden. Die Bewegungen im Wasser sprechen gesundheitsorientierte Menschen ebenso an wie Fitnessorientierte. In öffentlichen Thermen, in Bade- und Wellness-Tempeln wird Aqua-Fitness im um die 30 Grad warmen Wasser, gerne auch im Sole-Bad angeboten.
Nia (neuromuskuläre integrative Aktion) ist eine Kombination von Bewegungsformen aus Ost und West, eine Mischung aus Tanz, Kampfkunst, Yoga und Körperwahrnehmung. Es wird als „Training zum Genießen“ ausgelobt, da die Übenden innerhalb der vorgegebenen Strukturen große Freiheiten für die jeweils individuelle Form genießen. Das Training fordert Körper und Geist, regt das Herz-Kreislauf -System an, und führt durch ebenfalls enthaltene meditative Bewegungen zu Ruhe und Entspannung. Die Muskeln werden gestärkt, Beweglichkeit, Kondition, Balance und Koordinationsfähigkeit verbessern sich. Nia wurde 1983 in den USA von den Fitness-Trainern Carlos Rosas und Debbie Rosas entwickelt und ist heute weltweit verbreitet.
Chi Ball heißt ein neuer Fitness-Trend aus Australien, der mittels einer Kombination aus Yoga, Pilates und Feldenkrais den Körper in Schwung bringen und gleichzeitig die Sinne betören will. Geübt wird mit farbigen Gymnastikbällen, die – passend zur Farbe und zur Anregung der entsprechenden Stimmung – mit ätherischen Ölen aromatisiert werden. Mit den Düften von Zitrone, Orange, Gartenkräuter und Lavendel werden die Atemübungen sehr viel intensiver erlebt. Beim Chi Ball-Aerobic Dance kommt dann auch der Kreislauf in Schwung, stilecht begleitet von australischen Trommeln.
Wing Tsun ist eine Kampfkunst, das aus einem alten chinesischen Selbstverteidigungssystem entwickelt wurde: Es wird nicht gegen die Kraft des Gegners gekämpft, sondern man versucht, sich seine Energie zu Nutze zu machen, wie man es auch vom japanischen Aikido kennt. Eine neue Variante, das WingTsun-ChiKung, widmet sich insbesondere den heilenden Wing Tsun-Bewegungen und ist deshalb als Übungsform zur Gesundheitsförderung geeignet. Die Bewegungsabläufe bilden systematisch aufeinander aufbauende Formen, in denen die Teilnehmer ein ausgeprägtes Körpergefühl und ein besseres Bewusstsein für Schmerzursachen entwickeln.
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